
Bei der Kurzschaftprothese wird deutlich mehr Knochen erhalten, das deutlich kleinere Schaft-Implantat passt sich dem Knochen sehr viel besser an. Es resultiert eine optimale Krafteinleitung in den Knochen. Aufgrund des kurzen und gebogenen Designs lässt sich eine Kurzschaftprothese tatsächlich minimalinvasiv einbringen und es gelingen sehr kleine schonende Zugänge. Durch dieses Vorgehen kann auch die natürliche Gelenkgeometrie exakt wiederherstellt werden.
Die bei weitem am häufigsten verwendeten „konventionellen“ Standardprothesen haben hingegen den Nachteil, dass ein relativ großer Zugang notwendig ist, um diese einzusetzen. Zudem werden sehr viel mehr Knochen, Sehnenansätze, Bindegewebe und Muskeln entfernt oder zumindest geschädigt als eigentlich notwendig! Anders ausgedrückt: ein großes Flugzeug braucht eine viel größere Landebahn als ein kleines Sportflugzeug.

--> im Gegensatz zu 90% der Standardimplantate (s.u.)
--> es muss sehr viel weniger Kapsel- und Sehnengewebe gelöst werden um das Implantat einzubringen
--> als alles entscheidender Faktor für die optimale Gelenkfunktion und rasche Erholung
--> hierdurch wird die natürliche Position des Implantates vorgegeben
--> bei den Standardimplantaten kann es durch einer reduzierten Knochenstabiltät kommen
--> weniger aufwendige Implantation und Schonung der Weichteile
--> durch das trapezförmige und konische Schaftdesign
--> der distale Prothesenteil ist poliert (s.u.) damit die Prothese "oben" optimal einheilt
--> zeigen die die aktuellen Daten des deutlichen Endoprothesenregisters
--> bei einer selten notwendigen Wechseloperation kann in der Regel eine Standardimplantat eingebracht werden
--> im deutschen Endoprothesenregister ist die Ausfallwahrscheinlichkeit deutlich geringer
13. sehr viel besser Anpassung des Implanates an die natürliche Knochenform
--> leisten 90% der Standardimplantate so nicht
Im folgendem Bild wird ein Größenvergleich zwischen der Kurzschaft- (grau) und der Standardprothese (magenta) dargestellt:

--> Der Knochen ist grundsätzlich hart, aber kein starres Konstrukt und schwingt abhängig von den Belastungen und ist mechanisch leicht elastisch. Somit ist eine kürzeres Implantat wesentlich natürlichlicher für den Knochen um dessen Funktion zu erhalten.
Bei den Kurzschaftimplantaten kann durch die hohe Resektion und somit den Erhalt des Schenkelhalses die Kraft in sehr natürliche Art und Weise in den Knochen eingeleitet werden. Siehe auch unteren stehende Grafik. Links der natürliche Knochen in der Mitte eine Kurzschaftimplantat Typ MiniHip und ganz rechts ein konventionelles Standardimplantat. Diese zeigt hingegen eine sehr unnatürliche Krafteinleitung mit viel mechanischer Unruhe im proximalen Schaftbereich und Kraftspitzem am distalen Prothesenende.

Das Kurzschaftimplanat führt durch die natürliche Krafteinleitung zu weniger Knochenverlust in fast allen Knochenregionen und induziert zudem Knochenwachstum an der distalen und lateralen Region. Kurzschaftimplantate sind erhalten mehr Knochen im Vergleich zu konventionellen Standardimplantaten und reduzieren den periprothetischen Knochenverlust.

Bei dem MiniHip Modell der Firma Corin handelt es sich um eine Titanschaft (Ti-6Al-4V = Titan, 6% Aluminium, 4% Vanadium) überzogen mit einer Schicht Reintitan und einer Schicht Hydroxylapatit zur Verbesserung der Osteointegration.
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Implantationstechnik: Nach dem Entfernen des Hüftkopfes (dieser ist fast immer durch die fortgeschrittene Arthrose stark geschädigt), wird bei erhaltenem Schenkelhals zunächst der Schaft präpariert. Grundsätzlich besteht der Knochen aus einer äußeren harten Schicht (Cortialis) und dem inneren "Knochenschwammgewebe". Letzteres wird mit entsprechenden Raspeln verdichtet und es entsteht schrittweise ein sehr stabiles Knochenbett in dem die Originalprothese eingebracht werden kann.
ODER POTENTIELLE NACHTEILE DER KURZSCHAFTSYSTEME:
(oder Gründe, warum nicht jeder Hüftoperateur die Kurzschaftprothese verwendet)


Literatur: