AUCH IM HOHEN LEBENSALTER IST EINE BEIDSEITIGE HÜFT-OPERATION IN EINER NARKOSE MÖGLICH

Grundsätzlich sind die Gelenkersatzoperationen für die älteren PatientInnen entwickelt worden und hiermit sind insbesondere auch die über 80-jährigen PatientInnen gemeint. In einigen Fällen kann es medizinisch durchaus sinnvoll sein, auch bei 90- oder 100-jährigen PatientInnen eine solche Gelenkoperation durchzuführen.

Das Komplikationsrisiko ist allerdings erhöht und muss sorgfältig abgewogen werden. Bei über 90-jährigen geht man von einem Komplikationsrisiko von ca. 20% aus, wohingegen 80-89-jährige ein Risiko von 11% und 70-79-jährige ein Komplikationsrisiko von 6% mit sich bringen.

Somit ist es in diesen Altersgruppen ganz besonders wichtig, mögliche Risikofaktoren für eine Komplikation zu identifizieren und sofern möglich im Vorfeld zu behandeln.

Risikofaktoren: 

  • (chronische)     Niereninsuffizienz
  • Flüssigkeits- und     Elektrolytstörungen
  • Störungen des     Lungenkreislaufs
  • Herzinsuffizienz
  • Gerinnungsstörungen
  • Koagulopathien
  • präoperativer     Gewichtsverlust
  • Herzklappenerkrankung
  • insulinpflichtiger     Diabetes

Entscheidend ist hier vor allem die frühzeitige präoperative Erkennung und Behandlung von diesen und anderen Risikofaktoren.

Was die eigentlichen Komplikationen angeht werden in der Literatur folgende Angaben gemacht: 

  • Delir (9%) 
  • akutes Nierenversagen     (7%)
  • Gerinnungsstörungen     (2%)
  • Herzinfarkt (1%)
  • periprothetische     Frakturen (1%) 

Literatur: 

Leopold V et al. IsElective Total Hip Arthroplasty Safe in Nonagenarians? An Arthroplasty Registry Analysis. J Bone JointSurg Am 2023;105:1583–93

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