
Dr. med. Odilo Trabold ist Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie mit besonderer Spezialisierung auf die Behandlung von Hüft- und Knieerkrankungen sowie den Gelenkersatz. Nach zehn Jahren an der Schön Klinik München Harlaching, zuletzt als leitender Oberarzt der Knie- und Hüftchirurgie, ist er seit 2019 im MünchenOrthoCenter (M/O/C) und an der Clinic Dr. Decker tätig.
Ein besonderer Schwerpunkt seiner Arbeit liegt auf der minimalinvasiven Hüft- und Knieendoprothetik, gelenkerhaltenden Verfahren sowie der Abklärung und Behandlung schmerzhafter oder revisionsbedürftiger Gelenkprothesen. Mit mehr als 3.500 implantierten Hüft- und Knieprothesen verfügt Dr. Trabold über umfangreiche operative Erfahrung in der Endoprothetik.
Beratung, Diagnostik und operative Behandlung finden unter einem Dach statt. Die Praxisräume des M/O/C befinden sich direkt in der Clinic Dr. Decker. Dadurch können Untersuchung, Therapieplanung und, falls erforderlich, operative Versorgung eng aufeinander abgestimmt werden. Kurze Wege und eingespielte Teams ermöglichen eine persönliche Betreuung über den gesamten Behandlungsverlauf.
Ein besonderer Schwerpunkt von Dr. Trabold ist die Behandlung von Erkrankungen des Hüftgelenks, vom gelenkerhaltenden Eingriff bis zum künstlichen Hüftgelenk.
In der Hüftendoprothetik setzt er ausschließlich minimalinvasive, muskelschonende Operationsverfahren über den vorderen Zugang ein (DAA/AMIS). Auch eine kosmetisch günstige Narbenführung ist oftmals möglich („Bikini-Hüfte“). Je nach Anatomie, Alter, Knochenqualität und individuellen Anforderungen kommen unterschiedliche Implantatkonzepte infrage, darunter auch Kurzschaft- und schenkelhalserhaltende Prothesen.
Mit mehr als 2.000 persönlich implantierten Hüftendoprothesen und derzeit rund 150 Eingriffen pro Jahr verfügt Dr. Trabold über umfangreiche Erfahrung in diesem Bereich.
Wenn ein Gelenkerhalt medizinisch sinnvoll ist, kommen unter anderem arthroskopische und minimalinvasive Verfahren zur Behandlung von Hüftimpingement und anderen gelenknahen Erkrankungen infrage.
Bei fortgeschrittener Kniearthrose prüft Dr. Trabold zunächst, ob ein kleines individuelles Implantat, ein Teilgelenkersatz („Schlitten“) oder ein vollständiger Gelenkersatz die passende Option ist. Die Versorgung richtet sich nach der Schädigung des Gelenks, der Anatomie und den Anforderungen des Patienten.
Zum operativen Spektrum gehören sowohl der vollständige Oberflächenersatz als auch Teilprothesen („Uni-Schlitten“). Darüber hinaus setzt Dr. Trabold computergestützte und roboterassistierte Verfahren ein, die eine präzise Planung und Positionierung der Implantate unterstützen können.
Dr. Trabold hat bislang mehr als 1.500 Knieendoprothesen implantiert und führt derzeit etwa 100 dieser Eingriffe pro Jahr durch.
Ein auffälliges Röntgenbild allein ist für Dr. Trabold kein Grund für eine Operation. Entscheidend ist, ob die Beschwerden, die klinische Untersuchung und die Bildgebung zusammenpassen und wie stark die Erkrankung den Patienten im Alltag tatsächlich einschränkt.
Deshalb werden zunächst die Ursache der Beschwerden und die konservativen Behandlungsmöglichkeiten beurteilt. Erst wenn diese Möglichkeiten ausgeschöpft oder nicht erfolgversprechend sind, wird gemeinsam besprochen, ob ein operativer Eingriff sinnvoll ist.
Auch bei einer Operation gilt: Nicht jedes Knie benötigt eine Vollprothese und nicht jede Hüfterkrankung einen Gelenkersatz. Wo ein gelenkerhaltendes oder kleineres Verfahren medizinisch sinnvoll ist, wird diese Möglichkeit berücksichtigt.
Schmerzen nach einer Hüft- oder Knieprothese können unterschiedliche Ursachen haben. Nicht immer liegt das Problem am Implantat selbst und nicht jede schmerzhafte Prothese muss gewechselt werden. Eine genaue Ursachenanalyse ist deshalb der entscheidende erste Schritt.
Ein Schwerpunkt von Dr. Trabold liegt auf der systematischen Abklärung von Beschwerden nach einem bereits erfolgten Gelenkersatz. Dabei wird untersucht, ob beispielsweise die Position oder Stabilität der Implantate, eine Infektion, Veränderungen der umgebenden Strukturen oder andere Ursachen für die Beschwerden verantwortlich sein können.
Erst wenn die Ursache möglichst eindeutig geklärt ist, lässt sich beurteilen, ob eine konservative Behandlung ausreicht oder eine Wechseloperation sinnvoll ist. Wechseloperationen können sehr unterschiedlich komplex sein und müssen im Vorfeld sorgfältig geplant werden.
„Eine gute Behandlung beginnt für mich nicht mit der Frage, welche Operation möglich ist, sondern mit der Frage, woher die Beschwerden kommen und welche Behandlung für den einzelnen Patienten sinnvoll ist.“
Gerade bei Hüft- und Kniebeschwerden können Röntgen- oder MRT-Befunde allein nicht darüber entscheiden, ob eine Operation notwendig ist. Entscheidend ist das Zusammenspiel aus Beschwerden, klinischer Untersuchung, Bildgebung sowie den individuellen Anforderungen in Alltag, Beruf und Sport.
Deshalb bespreche ich mit meinen Patientinnen und Patienten zunächst die Ursache ihrer Beschwerden und die realistischen konservativen und operativen Möglichkeiten. Wenn ein Gelenkerhalt möglich und sinnvoll ist, sollte er berücksichtigt werden. Wird ein Gelenkersatz notwendig, stehen für mich eine präzise Planung, ein möglichst schonendes Vorgehen und eine langfristig stabile Funktion im Vordergrund.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Beurteilung komplexer Situationen: etwa wenn trotz längerer Behandlung keine eindeutige Ursache für Hüft- oder Knieschmerzen gefunden wurde, vor einer empfohlenen Gelenkersatzoperation Unsicherheit besteht oder nach einer bereits erfolgten Operation weiterhin Beschwerden auftreten.
Bei bereits implantierten Hüft- oder Knieprothesen erfolgt eine strukturierte Ursachenanalyse. Ziel ist zunächst zu klären, warum Beschwerden bestehen und ob tatsächlich eine erneute Operation erforderlich ist. Erst auf dieser Grundlage wird gemeinsam über das weitere Vorgehen entschieden.
seit 1.10.2019
Gemeinschaftspraxis M/O/C MünchenOrthoCenter mit Dr. Christian Kothny
2018–2019
Leitender Oberarzt, Abteilung Knie-, Hüft- und Schulterchirurgie
2016–2018
Oberarzt, Leitung Hüftorthopädie, Schön Klinik, CA Prof. H. Mayr
2015–2016
Stellvertretende Leitung der Abteilung für Knie-, Hüft- und Schulterchirurgie
2014–2019
Senior-Hauptoperateur-Status im Endoprothesenzentrum der Maximalversorgung (Knie- und Hüftendoprothetik)
2013–2016
Oberarzt, Abteilung für Knie-, Hüft- und Schulterchirurgie, Schön Klinik München Harlaching
2011
Facharzt für Orthopädie und Unfallchirurgie
Dr. Trabold ist Autor und fachlicher Prüfer medizinischer Inhalte dieser Website zu Erkrankungen und Behandlungsmöglichkeiten des Hüft- und Kniegelenks.
Die Beiträge basieren auf aktuellen medizinischen Erkenntnissen, anerkannten Behandlungsstandards und seiner langjährigen klinischen Erfahrung in der konservativen und operativen Behandlung von Hüft- und Knieerkrankungen.
Ziel der Beiträge ist es, komplexe medizinische Zusammenhänge verständlich und sachlich einzuordnen, unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten darzustellen und Patientinnen und Patienten bei einer informierten Entscheidung zu unterstützen.
Die Informationen ersetzen keine individuelle ärztliche Untersuchung, Diagnose oder Therapieempfehlung.