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Teilersatz des Knies – Schlittenprothesen

Teilersatz1

Leider besteht bei vielen Menschen die Annahme, dass bei jeder Kniegelenksarthrose immer ein ganzes neues Knie (Knie-Totalendoprothese) implantiert werden muss. Dies ist jedoch falsch!

Ist nur ein Teil des Gelenkes verbraucht oder verschlissen, so wird nur dieser ersetzt. Das restliche Kniegelenk bleibt unberührt. Dazu existieren folgende Prothesen:

Hemischlittenprothese Typ „Oxford 3“

Vor allem auf der Innenseite des Kniegelenkes tritt sehr häufig eine belastungsbedingte Arthrose auf.

Auch eine lokale Durchblutungsstörung in diesem medialen Kniegelenksbereich ist sehr häufig (aseptische Knochennekrose, Morbus Ahlbeck) und führt zu regelrechten Knorpel/Knochendefekten, die oft nur noch mit einer Teilprothese zu versorgen sind.

Eine Überkronung nur des betroffenen Gelenkareals mit einer Schlittenprothese ist sehr gut möglich, der postoperative Verlauf sehr rasch, der Patient darf sofort nach dem minimalinvasiven Eingriff belasten.

Wir bevorzugen den „Oxford 3“ Hemischlitten und das sogenannte Individualknie der Firma Cornformis "iUni" für mediale und laterale Schäden und das "iDuo" für zusätzliche Beschwerden im Patellofemoralgelenk, auch als 2/3 Prothese bezeichnet.

Teilersatz2

Die Haltbarkeit dieser Prothesentypen liegt nach den letzten Studien bei über 18 Jahre. Das ist derzeit unschlagbar. Auch unsere Ergebnisse (Erfahrung mit dem Implantat seit ca. 10 Jahren) liegen genau im internationalen Vergleich.

Sollte es im Laufe der Jahre notwendig werden, den Hemischlitten gegen eine Vollprothese auszutauschen, ist dies ohne weiteres und ohne größeren Substanzverlust möglich. Dr. Kothny ist seit Jahren internationaler Instruktor, u.a. für diese Implantate und das M/O/C internationales Referenzzentrum.
 

Patello-Femoralgelenk

Das Kniescheibengelenk (Patello-Femoral-Gelenk) wird von vielen Orthopäden und Chirurgen stiefmütterlich behandelt. Als Teil des Kniegelenkes ist es jedoch ein eigenständiger und sehr komplexer Gelenkbereich, welcher die Kräfte der Oberschenkelmuskulatur – zum Bewegen des Kniegelenkes – an den Unterschenkel umlenkt. Dadurch kommt es zu extremen Krafteinleitungen, die bei einer Gelenkfehlstellung oder Fehlbelastung zu deutlichem lokalen Verschleiß führen können.

Diese lokale Arthrose wird aber leider in den meisten Fällen mit einer Totalprothese des Kniegelenkes therapiert.

Dies ist jedoch nicht notwendig!

Ist das Kniegelenk lediglich hinter der Kniescheibe und im Bereich des Kniescheibenlagers (Retropatellararthrose) verändert, kann man einen lokalen Ersatz durchführen. Mit der Patellofemoralprothese wird nur der betroffene Gelenkanteil mit einer künstlichen Kappe überzogen.

Dr. Kothny ist internationaler Instruktor u.a. auch für dieses Implantat.

Teilersatz3

Diese Gleitlagerprothese für das Patello-Femoral-Gelenk führt zu einer sofortigen Schmerzlinderung im dem Bereich. Der große Vorteil dieser Vorgehensweise besteht darin, dass nur der betroffene Gelenkanteil versorgt wird. Verschleißt das restliche Gelenk mit den Jahren, so ist eine Erweiterung der Versorgung immer möglich.

Es bleibt später ohne Probleme und Knochensubstanzverlust die Möglichkeit, eine Totalendoprothese (TEP) zu implantieren.

Auch hier gilt unsere Devise:

Gewebe sparend versorgen, spätere Rückzugsmöglichkeiten offen halten.

Das Gute an diesen Vorgehensweisen ist, dass der Weg, im Falle einer Wechseloperation, oder beim Verschleiß eines anderen Gelenkteiles nicht verbaut ist! Ohne nennenswerten Substanzverlust kann auf eine herkömmliche Oberflächenersatzprothese des Kniegelenkes zurückgegriffen werden. In manchen Fällen war auch die Kombination von Hemischlitten und Retropatellarprothese indiziert und machbar.