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HÜFT – ARTHROSKOPIE (Spiegelung)

Arthroskopien (Gelenkspiegelungen) sind seit Jahren Standardoperationen vieler Gelenke, wie z.B. für das Knie oder die Schulter. In den letzten Jahren hat sich auch dieses Verfahren bei bestimmten Erkrankungen des Hüftgelenkes etabliert.

Auch wir bieten unseren Patienten diese Schlüssellochchirurgie an. Ein großer Vorteil ist, dass durch rechtzeitige Behandlung von lokalen Hüfterkrankungen der Ausbruch einer gravierenden Arthrose teilweise um viele Jahre hinausgezögert werden kann. Natürlich ist das Hauptziel einer Spiegelung die deutliche Schmerzreduktion – oder sogar Schmerzfreiheit – für einen langen Zeitraum. Eine Hüft-TEP kann somit teilweise um Jahre verschoben werden.

In manchen Fällen muss man aber trotzdem minimalinvasiv offen operieren, wenn man zu schlecht an bestimmte Strukturen kommt.
 

Indikationen:

  • Verletzungen der Gelenklippe (Labrum). Hierbei spricht man von Schmerzen, die z.B. einer Meniskusläsion im Knie sehr ähnlich sind und bei jeder "falschen" Bewegung starke Hüft- / Leistenschmerzen verursachen.   Man kann diese Lippe, je nach Befund, mit speziellen Ankern über das Arthroskop refixieren. In anderen Fällen, je nach Lage und Ausdehnung des Risses, muss das betroffene Areal auch entfernt werden.
  • Hüftimpingement oder Engpasssynrom der Hüfte. Hierbei kommt es zu einem knöchernen Anschlag zwischen Hüftkopf/Schenkelhals mit der Gelenkpfanne. "Pincer"- oder "Cam" -Impingement werden diese Symptome auch genannt, je nachdem wo die Ursache liegt.
  • Freie Gelenkkörper
  • andere

Diagnostik:

  • Klinische Untersuchung mit speziellen Bewegungstests.
  • Röntgen zeigt knöchernes Missverhältnis zwischen Kopf und Pfanne
  • MRT (Kernspintomographie) mit oder ohne direkte Kontrastmittelgabe.


Arthroskopie:

Der Eingriff selber wird über 2-4 kleine Stichinzisionen in der Hüftregion durchgeführt. Der stationäre Aufenthalt dauert meistens 4 Tage. Aufstehen ist bereits am OP-Tag erlaubt. Je nach Schmerzsymptomatik kann der Patient meistens schon ohne Krücken kurze Strecken im häuslichen Bereich zurücklegen. Bei größeren rekonstruktiven Eingriffen kann die Entlastung aber manchmal auch länger dauern.